Mit der Baufinanzierung ins eigene Haus
Montag, 29. Dezember 2008 | Autor: Dirk Löbe
Der Wunsch der eigenen vier Wände steht bei vielen mit der Zeit im Vordergrund. Gerade im Hinblick auf eine perfekte Altersvorsorge spielt eine eigene Immobilie eine wichtige Rolle. Die Finanzierung eines Hauses oder einer Eigentumswohnung ist für die meisten jedoch nicht aus Eigenkapital zu realisieren. Die meisten Verbraucher müssen also auf Fremdmittel zurückgreifen und die angestrebte Immobilie über eine sehr lange Zeit finanzieren, damit sie diese ihr eigen nennen können. Doch wie und unter welchen Voraussetzungen lässt sich eine Baufinanzierung realisieren?
Planen Verbraucher den Kauf oder Bau einer Immobilie, so ist der Gang zu ein oder mehreren Banken der erste Schritt. Bei dem Kreditinstitut des Vertrauens werden im Rahmen der angestrebten Baufinanzierung zuerst einmal die gesamten Bau –bzw. Kaufkosten der gewünschten Immobilie ermittelt. Viele Verbraucher vergessen nämlich wichtige Kosten und Gebühren, wie zum Beispiel die Grunderwerbssteuer oder Notarkosten, und rechnen lediglich mit den vom Architekten ermittelten Kosten. Sind die Gesamtkosten der geplanten Immobilie ermittelt, so wird gemeinsam mit dem zuständigen Berater geprüft, ob der Finanzierungswunsch realisierbar ist. Dabei werden in erster Linie die wirtschaftlichen und persönlichen Verhältnisse der Antragsteller überprüft. Hierbei spielt neben den Familienverhältnissen vor allem die Einkommens –und Vermögenssituation eine entscheidende Rolle.
Im Rahmen der Einkommensprüfung wird festgestellt, ob der benötigte Kredit aus den zur Verfügung stehenden Einkommen zurückgezahlt werden kann. Oft ist die benötigte Darlehenssumme niedriger als die Gesamtkosten, da noch Eigenkapital und Eigenleistungen in die Baufinanzierung einfließen. Viele Banken fordern bei einer Baufinanzierung einen bestimmen Prozentsatz an Eigenkapital von potentiellen Kreditnehmern. Vorhandenes Eigenkapital lässt auf eine hohe Sparfähigkeit schließen, welche wiederum belegt, dass die Kunden in der Lage sind auf einen bestimmen Anteil ihres Einkommens zu verzichten. Bei der Baufinanzierung ist dieser Anteil die Rate für das Darlehen. Der Prüfungsprozess für die Gewährung der Kredite im Rahmen der Baufinanzierung ist sehr umfangreich und kann mehrere Wochen dauern.
Ist das Ergebnis der Bonitätsprüfung positiv, so werden die beantragten Darlehen, welche in der Regel über 20-30 Jahre zurückgezahlt werden müssen, zur Verfügung gestellt. Ein wichtiger Aspekt bei Baufinanzierungen ist die Besicherung der Kredite. In der Regel erfolgt die Absicherung durch Grundschulden auf dem zu finanzierenden Objekt. Banken ermitteln im Rahmen der Finanzierung des Objekts durch eine Beleihungswertermittlung den Wert der Immobilie, welche finanziert werden soll. Reicht der Wert der Immobilie zur Absicherung aller gewährten Kredite nicht aus, so werden je nach Bonität des Kunden weitere Sicherheiten hereingenommen. Diese Sicherheiten können Lebensversicherungen oder Bausparverträge sein. Kreditinstitute streben in der Regel eine volle Absicherung der gewährten Kredite an.
Für Kreditnehmer ist der im Rahmen der Baufinanzierung vereinbarte Zinssatz von großer Bedeutung. Es sollten vor Abschluss einer Baufinanzierung in jedem Fall verschiedene Angebote von unterschiedlichen Banken eingeholt werden, damit man den besten Zinssatz abschließt. Der Zinssatz für die gewährten Darlehen ist in der Regel 10 Jahre festgeschrieben und kann während dieses Zeitraums nicht geändert werden. Auch die vereinbarten Zins –und Tilgungsraten sind festgeschrieben und können nicht geändert werden.
Eine Baufinanzierung ist eine langfristige Belastung und sollte gut durchdacht und strukturiert werden, damit eine reibungslose Rückzahlung gewährleistet ist.
Tags: Baufinanzierung, Finanzierung, Hypothek, Immobilienkredit, Kredit
Weitere Artikel zu ähnlichen Themen:
- Baufinanzierung
- Sofortkredit bei der Citibank
- Sofortkredit – der schnelle Kredit
- Baukredit
- Immobilienkredit
