Home

Baufinanzierung

Samstag, 6. Dezember 2008 | Autor: Dirk

Um sich den Traum von den eigenen vier Wänden erfüllen zu können oder bereits vorhandenes Wohneigentum zu modernisieren bzw. auszubauen, kann man auf eine Baufinanzierung zurückgreifen. Die Modalitäten sind von Bank zu Bank unterschiedlich und sollten vor Vertragsunterzeichnung genau recherchiert werden. Eine Baufinanzierung kann man für den Kauf und den Neubau von Wohneigentum sowie für Modernisierungs- und Ausbaumaßnahmen an einem bereits vorhandenen Haus in Anspruch nehmen. Baufinanzierungen werden nicht nur von Banken, Sparkassen und Versicherungsgesellschaften vor Ort angeboten, auch über das Internet ist die Finanzierung eines Bauvorhabens möglich. Vor Unterzeichnung eines entsprechenden Kreditvertrages sollte man sich jedoch umfassend informieren, da eine Baufinanzierung je nach Höhe in der Regel ein langfristiger Kredit ist.


Insbesondere ist auf die Zins- und Tilgungsmodalitäten zu achten, die von der Bank angeboten werden. Ausschlaggebend für die Kosten, die mit der Finanzierung einhergehen, ist der Effektivzins. Er beinhaltet den Nominalzins und alle weiteren Kosten, wie z. B. Bearbeitungsgebühren, die von der Bank berechnet werden. Anhand des Effektivzinses kann man vorab am besten herausfinden, welche Bank die günstigste ist. In einer Niedrigzinsphase bietet es sich an, einen Festzins über einen längeren Zeitraum, beispielsweise über 10 Jahre, zu vereinbaren. Die Bank kann dann in dieser Zeit die Zinsen nicht dem aktuellen Kapitalmarktzins anpassen. Hingegen sollte man in Zeiten von hohen Zinsen eine variable Verzinsung oder eine kurze Laufzeit der Festzinsvereinbarung wählen.

Hinsichtlich der Rückzahlung eines Darlehens gibt es drei verschiedene Varianten. Bei einem Tilgungsdarlehen, auch Annuitätendarlehen genannt, zahlt der Kreditnehmer eine gleichbleibende Kreditrate, die einen Zins- und einen Tilgungsanteil hat. Je länger der Kredit zurückgezahlt wurde, um so höher wird der Tilgungsanteil und der Zinsanteil in der Rate sinkt. Beim Abzahlungsdarlehen zahlt der Kreditnehmer eine Tilgungsrate. Die Zinszahlungen sind zusätzlich zu erbringen. Die dritte Variante ist das Festdarlehen. Dabei zahlt der Kreditnehmer nur Zinsen, das Darlehen wird zum Ende der Laufzeit in einer Summe fällig. Diese Rückzahlungsform wird meistens nur dann gewählt, wenn der Kredit durch einen Bausparvertrag oder eine Lebensversicherung getilgt werden soll. Beim Vertragsabschluss sollte auch darauf geachtet werden, ob man Sonderzahlungen auf das Darlehen vornehmen kann. Sollte dies nicht der Fall sein, müsste der Kreditnehmer für jede zusätzliche Einzahlung auf das Darlehen ein Vorfälligkeitsentgelt an die Bank zahlen. Sondertilgungen sind bei den meisten Banken bis zu 5 Prozent der Darlehenssumme pro Jahr möglich.

Zur Absicherung einer Baufinanzierung wird zugunsten der Bank eine Grundschuld bzw. Hypothek in das Grundbuch des entsprechenden Grundstücks eingetragen. Die Grundschuld- oder Hypothekeneintragung muss vor Auszahlung des Kredites bei einem Notar beantragt werden. Der Unterschied zwischen einer Grundschuld und einer Hypothek besteht darin, dass die Grundschuld in der Höhe bestehen bleibt, in der sie ins Grundbuch eingetragen wurde. Die Hypothek hingegen ist an die Forderung gebunden und reduziert sich somit mit der Tilgung des Darlehens.

Tags: , , , , ,

Verwandte Artikel

Trackback: Trackback-URL | Feed zum Beitrag: RSS 2.0
Thema: Immobilienkredit

Diesen Beitrag kommentieren.

2 Kommentare

  1. 1
    Maximilian 
    Montag, 8. Dezember 2008

    Dadurch ist die Grundschuld auch ein Risiko. Damit nun Ihr Gläubiger nicht einfach eine Zwangsvollstreckung Ihres Eigentums vornehmen kann, sollten Sie auch unbedingt eine sogenannte Sicherheitsabrede mit ihm treffen. Somit kann dieser nur im Rahmen der verbliebenen Restschuld vollstrecken.

  1. [...] das Darlehen. Der Prüfungsprozess für die Gewährung der Kredite im Rahmen der Baufinanzierung ist sehr umfangreich und kann mehrere Wochen [...]

Kommentar abgeben