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Dispokredit

Dienstag, 30. Dezember 2008 | Autor:

Beim Dispositionskredit, häufig kurz als Dispokredit bezeichnet, handelt es sich um einen Kreditform, bei der das Geldinstitut dem Kunden das Recht eingeräumt hat, über das vorhandene Guthaben hinaus über sein Girokonto zu verfügen. Einige Kunden sprechen davon, dass sie ihr Konto überzogen haben, wenn sie ihren Dispokredit ausnutzen. Tatsächlich wird unter einer Kontoüberziehung jedoch verstanden, dass ein Girokonto über den eingeräumten Dispositionskredit hinaus belastet wurde.

Die Höhe des Dispokredites ist vom Einkommen abhängig, wobei die meisten Banken bis zu drei Monatsgehälter als Verfügungsrahmen einräumen. Dabei passen einige Geldhäuser die Höhe des Dispokredites regelmäßig an, während andere Banken eine Anpassung nur bei besonderen Anlässen vornehmen. Der Kunde kann den Dispokredit vom laufenden Einkommen ausgleichen. Die Berechnung der angefallenen Zinsen wird bei den meisten Konten vierteljährlich vorgenommen.

Die Bank kann einen Dispokredit bei einer Abnahme der Einkünfte kündigen oder verringern. Sie ist dann allerdings gehalten, dem Kunden eine Rückzahlung eines bereits genutzten und nunmehr gekündigten Betrages in angemessenen Raten zu gewähren. Der Dispokredit ist für den Kunden sehr bequem, da er keine feste Rückzahlungsverpflichtung hat und ihn auch nur einmalig beantragen muss, sofern die Bank ihn nicht bereits unaufgfordert eingeräumt hat. Der Nachteil bei einem Dispositionskredit besteht in den gegenüber Ratenkrediten deutlich höheren Zinsen. Sie lassen den Dispokredit als für die kurzzeitige Überbrückung eines finanziellen Engpasses und nicht für langfristige Finanzierungnen geeignet erscheinen.

Verstärkt wird der überdurchschnittliche Zinssatz noch durch den Effekt, dass beim Dispokredit die angefallenen Zinsen vierteljährlich dem Konto belastet und im Anschluss daran ebenfalls verzinst werden. Dieser auch als Zinseszins bekannte Effekt tritt bei Ratenkrediten nicht auf, da bei diesem die Zinsen je nach Vertrag entweder auf dem noch offenen Kredit oder auf den Anfangskreditbetrag, jedoch nie auf angefallene Zinsen, berechnet werden.

Neben dem von einem bestehenden Girokonto abhängigem Dispokredit wird die gleiche Bezeichnung gelegentlich als alternativer Begriff für einen Abrufkredit verwendet. Bei diesem hat der Kunde einen Verfügungsrahmen eingeräumt bekommen, den er nach Belieben ganz oder teilweise ausnutzen kann. Zinsen zahlt er immer nur für den abgerufenen Betrag. Bei dieser Form des Kredites, für den die Bezeichnung Dispokredit zwar nicht unüblich, aber sachlich nicht exakt ist, besteht in der Regel ein Mindestvolumen, das pro Monat zurückgezahlt werden muss.



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Thema: Dispokredit

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3 Kommentare

  1. [...] kann nur ein Kredit helfen. Je nach Höhe der Belastung wird oft zu erst einmal auf den Dispositionskredit bei der Hausbank zugegriffen. Nicht immer eine sinnvolle [...]

  2. [...] sind höchst unterschiedlich. Für einen Alleinreisenden mit festem Einkommen kann der Dispokredit oft die sinnvollste Finanzierungsmöglichkeit sein, wenn die Lücke nur einige hundert Euro [...]

  3. [...] der Dispositionskredit seit Wochen völlig ausgenutzt ist oder ein Darlehen von der Bank gekündigt wird oder die [...]

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